Am 5.4.2022 eröffnete der Tagesspiegel Berlin online mit der Schlagzeile „Senat denkt über Trinkwasser-Rationierung bei Trockenheit nach“ und zitiert darin Frau Bathke aus der Senatsumweltverwaltung mit den Worten: „Wir müssen über Entnahmebegrenzungen zu Niedrigwasserzeiten nachdenken“, die sie im Rahmen der Gesprächsreihe Wasser bewegt Berlin der Stiftung Zukunft Berlin gesprochen hat. Das war für mich der Anlass, mir den Masterplan Wasser der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz anzuschauen. Darin steht, daß seit einigen Jahren die Verbrauchsmengen an Trinkwasser und Abwasser merklich angestiegen sind und erwartet wird, daß sich dieser Trend durch die wachsende Bevölkerung in Berlin und dem Umland weiter fortsetzt. Gleichzeitig gibt es mehrere Faktoren, welche die Berliner Wasserwirtschaft vor erhebliche Herausforderungen stellen: immer häufiger lang andauernde Trockenphasen durch den Klimawandel, Einträge von Nähr- und Schadstoffen, welche die Berliner Gewässer – insbesondere Spree und Havel – erheblichen Belastungen aussetzen und die Folgen aktiver und stillgelegter Braunkohltagebaue, sowie der Ausstieg aus der Braunkohle bis spätestens 2038 (Bsp. Sulfatproblematik). Der Druck auf die Grundwasserressourcen steigt deutlich angesichts einer steigenden Bevölkerungszahl bei gleichzeitig abnehmender Grundwasserneubildung. Der „Masterplan Wasser“ des Referats “Wasserwirtschaft, Wasserrecht, Geologie” der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz untersucht, welche potentiellen Auswirkungen die zukünftigen Veränderungen auf den Berliner Wasserhaushalt haben und soll fortlaufend geeignete Strategien und Maßnahmen entwickeln, um den wasserwirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. (AR B02 24.4.2022)
Trinkwasserversorgung Berlin (AR B01 22.4.2022)
CORRECTIV – gerichtliche Konflikte um Wasser in Deutschland nehmen zu (AR B03 7.7.2022)