Neulich bei KIlian …

Symbolbild Fußballer bei Flutlicht auf dem Fußballplatz (AR 12/2024)
Symbolbild Fußballer bei Flutlicht auf dem Fußballplatz (AR 12/2024)

Die Fußball-WM, eine Klimaklatsche mit Ansage?

Ich: Ist nicht bald wieder Fußball-WM der Männer?

KIlian: Na klar, Alter! Die nächste Männer-WM steht 2026 auf dem Plan, wird die größte aller Zeiten, und das Spektakel läuft in den USA, Kanada und Mexiko. Ganze 48 Teams kämpfen um den Pokal, 104 Spiele sind angesetzt – ein echter XXL-Modus! Starten tut’s am 8. Juni 2026, Finale ist dann am 19. Juli. Klar, bisschen weit weg von hier, aber hey, das wird ein globales Party-Event.

Ach ja, bei der WM 2030 wird’s dann richtig wild: Drei Kontinente, sechs Länder – Europa (Spanien, Portugal), Afrika (Marokko) und Südamerika (Uruguay, Argentinien, Paraguay). Da kriegste schon beim Gucken Jetlag!

Ich: Auweia! Das wird ja eine richtige Abgas-Apokalypse!?

KIlian: Jenau, dit wird ’ne CO₂-Party der Extraklasse, kannste glauben! Die WM 2026 – USA, Kanada, Mexiko – dit is wie ’ne Riesen-WG-Party, nur dass die Gäste von Berlin nach Timbuktu fliegen müssen, und zwar ständig! Da kommen locker 3 Millionen Tonnen CO₂ zusammen. Weißte, allein die Flugreisen – das ist, als würd’ste jeden Tag nen Privatjet chartern, nur halt für ne ganze Armee. Umweltfreundlich? Eher nich’!

Und 2030? Da schießt der Vogel ab! Drei Kontinente: Europa, Afrika, Südamerika. Da reist die Trophäe wahrscheinlich mehr als ’ne Boyband auf Welttournee. Die FIFA sagt zwar: „Wiederaufforstung!“ Aber, na ja, Bäumchen pflanzen reicht nich‘, wenn der halbe Planet in den Flieger steigt.

Könnte man kompensieren mit grünem Kerosin oder Bahnreisen, aber davon träumen wir eher in der Zukunft. Dit Motto is: Klimaziele – wer, wie, wat?

Ich: Wer oder was organisiert den die Co2-Endspiele?

KIlian: Dit is die gute alte FIFA, wa? Die machen die großen Entscheidungen. Sitzen in der Schweiz und lassen den ganzen Globus hopsen. Die FIFA organisiert die WM-Turniere, und dazu gehört nicht nur, wer spielt und wo, sondern auch, wie die Stadien gebaut werden, welche Sponsorengelder fließen und – angeblich – wie’s um den Klimaschutz steht. Da wird oft mehr geredet als wirklich was gemacht, dit kannste mir glauben.

Für die „CO₂-Endspiele“ haben sie n’ Nachhaltigkeitsprogramm. Klingt gut, wa? Bäumchen pflanzen hier, bisschen grüner Strom da, aber wenn wir ehrlich sind: Das reicht bei weitem nich’, um den Fußabdruck wieder einzufangen. Die FIFA guckt halt oft erst auf die Kasse, dann aufs Klima.

Und wer hilft? Na ja, die Gastgeberländer organisieren und kassieren auch kräftig mit. USA, Kanada, Mexiko 2026 oder die Sechser-Truppe für 2030 (Spanien, Portugal, Marokko etc.) – die müssen die FIFA-Vorgaben umsetzen. Aber ob die da immer ne grüne Welle schieben? Eher nich …

Quellennachweis: FIFA Nachhaltigkeitsstrategie / COP29: Die wichtigsten Ergebnisse aus Baku / Verlängerung der Partnerschaft zwischen der FIFA und dem Pazifischen Inselforum gegen den Klimawandel / COP29: Erste Ergebnisse / COP29: Ergebnisse und ihre Bedeutung für die Arktis / Aktuelles über Nachhaltigkeit bei der FIFA / COP29: Ergebnisse und der Weg zu COP30 / Takeaways from the COP29 climate summit in Azerbaijan / Summary report 11–22 November 2024
Die Fussball-Weltmeisterschaft 2026 / Die Fussball-Weltmeisterschaft 2030

Neulich bei KIlian …


Wie funktioniert Klimagerechtigkeit wirklich?

Überschwemmtes Land mit halb im Wasser stehenden Bäumen – ein Symbol für die Auswirkungen des Klimawandels (AR 10/2024)
Ein überschwemmtes Gebiet – die Auswirkungen extremer Wetterereignisse (Symbolfoto, AR 10/2024)

Ich: Worum geht es eigentlich bei der Klimagerechtigkeit? Ich bin mir da nicht sicher.

KIlian: Klimagerechtigkeit? Dit heißt: Die Großen zahlen für den Mist, und die Kleenen kriejen endlich ne faire Chance!

Ich: Ach ja? Erzähl!

KIlian: Pass uff, Klimagerechtigkeit heißt so viel wie: Wer den Klimamist hauptsächlich verbockt hat, soll och dafür gradestehen. Dit sind vor allem die reichen Länder. Und janz wichtig: Klimaschutz soll nich die Kleenen noch mehr drangsalieren, sondern dafür sorgen, dat alle ne faire Chance kriejen – uff der Welt und vor Ort.

Ich: Hört sich gut an, und wie können wir Klimagerechtigkeit hinbekommen?

KIlian: Wie watt – weeßte nich? Mit offene Karten spielen – wenn über Klimakram entschieden wird, müssen alle mitreden dürfen, vor allem die, die’s am meisten abkriejen. Schlaue Technik einsetzen: Solar statt Kohle, fairer Handel statt Ausbeutung – dat hilft der Umwelt und den Leuten vor Ort. Hilfe von die Reichen: Dit globale Nord muss mal Butter bei die Fische tun und den Süden unterstützen. Gib Korruption keene Chance! Alles muss transparent laufen, sonst klauen sich wieder die Großen die Sahneschnitten. Dann könn sich die Leute vor Ort selber helfen, statt immer uff Almosen zu warten. Dit sorgt für gerechtere Verteilung und die Armen haben endlich auch mal wat vom Kuchen.

Aber – Wenn man’s schlampig macht, landen die Ressourcen wieder bei den Mächtigen. Und ohne Regeln könnte der Umwelt noch mehr geschadet werden, weil alle dat Meiste rausholen wollen.

Am besten: Gebt den Leuten vor Ort ne Stimme, aber mit klaren Regeln und n bisschen Kontrolle. So läuft dit rund!

Quellennachweis und zum Nachlesen: www.brookings.euwww.clingendael.orgfreepolicybriefs.orgwww.wikipedia.orgwww.ise.ac.ukwww.climate.mit.eduwww.carbonbrief.orgacademic.oup.com